Posts

Fatale Dämonenkrankheit

Bild
Fatale Dämonenkrankheit Es fängt wieder an. Dieser Schnupfen und die erhöhte Temperatur. Bald würde wieder der Dämon in mir erwachen! Vor ein paar Wochen fing an: Ich wurde sehr krank und immer wieder ohnmächtig. Dachte ich! Als ich wieder zu mir kam, lag ich in den Trümmern meiner Möbel. Überall klebte Blut. Mein Blut. Ich war mit Kratzern überseht. Am Anfang zerstörte der Dämon nur einige Möbel. Doch je öfter ich krank wurde, desto schlimmer wurde der Schaden: Letztes Mal zerstörte er ein ganzes Haus und tötete meine Mutter. Ich habe tierische Angst, dass es sich wiederholt! Deswegen habe ich meinen Verlobten gebeten mich irgendwo anzuketten und so schnell wegzurennen, wie es seine Beine erlauben. Zögernd fesselt er mich an einen stabil aussehenden Baum. Sekunden später werde ich bewusstlos… Ich schlage meine Augen auf. Mein Blick klärte sich und ich schaue mich um. Ich bin auf einem Feld. Oder das, was mal ein Feld war. Plötzlich sehe jemanden neben mir liegen. Stöhnend und...

Die Klassenfahrt des Grauens

Bild
Die Klassenfahrt des Grauens Heute fahren wir endlich auf Klassenfahrt. Ich freue mich schon so! Wir verabschieden uns gerade von unseren Familien, als unsere Lehrerin, Frau Blackwale, ruft: „Kommt der Bus wartet nicht mehr lange!“ Wir steigen schnell ein und der Bus fährt los. Nach circa zwei Stunden Fahrt sind am Ziel angekommen. Ich schaue mich um und finde es hier recht schön. „Hast du schon gehört, dass es heute Abend eine Party geben soll?“, fragt meine beste, Nuala, mich. „Echt?“, hake ich erstaunt nach. ,,Ja, in der Versammlungshütte. Kommst du?“ „Klar! Was ziehen wir bloß an?“  Wir kichern. Endlich wird es dunkel. Ich mache mich fertig und gehe zur Versammlungshütte. Ich öffne die Tür und trete ein. Im Inneren der Hütte ist es stockdunkel und es riecht modrig. Es scheint so, als wäre niemand da. Mein Herz fängt an zu rasen. Hat man mich absichtlich falsch geschickt?, frage ich mich. Plötzlich fällt die Tür knarrend hinter mir zu. Ein Angstschauer l...

Rattenuntersuchung im Biounterricht

Rattenuntersuchung im Biounterricht „Heute nehmen wir Ratten durch. Zieht Handschuhe an und holt euch eine Ratte und Präparierzeug“, sagt Herr von Rotburg. Unfreiwillig machen wir das, was uns gesagt wurde. „Igitt!“, flüstere ich leise. Die Ratte stinkt und ist voller ekeliger, glitschiger Gedärme. Ich bin froh, dass ich Handschuhe trage, denn die sind schon längst voller Blut. Plötzlich höre ich hinter mir ein lautes Schmatzen. Ich drehe mich um und bereue es sofort. Das, was ich sehe, lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Ich will mich wieder wegdrehen, aber ich kann mich nicht bewegen. Ich bin wie erstarrt. Eine meiner Freundinnen, Arya, isst die Gedärme ihrer Ratte. Ihr Mund ist blutverklebt und ihr Blick ist starr auf die auseinander genommene Ratte gerichtet. Sie scheint nichts anderes wahrzunehmen. Ihre Bewegungen sind mechanisch und zu kontrolliert. Herr von Rotburg steht hinter ihr, was Arya nicht wahrzunehmen scheint. Als sie die Ratte fertig gegessen hat, packt un...

Todesfeen

Bild
Todesfeen Ich will durch den Park nach Hause, da es schon spät abends ist und ich schnell nach Hause möchte. Doch plötzlich sehe ich im Augenwinkel ein kleines Blinken und Leuchten. Ich bleibe stehen und schaue mich um, doch außer mir ist niemand hier. Schulterzuckend laufe ich weiter. Nach einer Weile sehe ich wieder dieses Blinken und Leuchten. Wieder bleibe ich stehen und blicke mich um. Da sehe ich am Wegesrand im hohen Gras kleine Schatten. Ich gehe vorsichtig näher und sinke auf die Knie, um es mir genauer anzuschauen. Da erkenne ich was es ist: Kleine Menschen, die nicht größer als mein Daumen sind, mit wunderschönen, zarten Flügeln, langen, glatten Haaren und spitze Ohren. Feen! Sie sind so schön! Ich strecke meine Hand nach ihnen aus und eine Fee landet in meiner Handfläche. Sie setzt sich hin und schaut mich mit großen Augen an. Auf einmal verändert sie sich: Sie bekommt filzige, schmierige Haare, zerrissene Flügel und Klauen mit langen, scharfen Fingernägeln. Sie gr...

Tödliche Eicheln

Bild
Tödliche Eicheln Ich gehe mit meiner Mutter durch den Wald sparzieren. Die Vögel zwitschern und die Sonne scheint warm vom Himmel. Eine kühle Brise fährt uns durch unsere Haare und kühlt uns ab. Die Blätter rascheln leise in den Bäumen. Mum und ich lachen fröhlich. ich erzähle gerade von meiner neuesten Idee für ein Brautkleid, wie es aussehen soll und was für ein Stoff ich verwenden möchte, als wir merken wie still es im Wald geworden ist. Es war dunkel und selbst die Vögel haben aufgehört zu zwitschern. Auf einmal fängt es an zu stürmen und wir sehen gruselige Schatten im Wald hin und her huschen. Plötzlich fallen Eicheln, deren Enden so spitz zu laufen wie ein scharfes Messer, runter. Wir kreischen, drehen uns um und laufen um unser Leben. Wir sind gerade Mal ein paar hundert Meter gelaufen, als ich hinter mir einen Schrei höre. Ich schnelle herum und sehe wie Mum zu Boden geht. Überall ist Blut. Sofort bin ich bei ihr. Ich spüre wie sich die Angst in meinem Herzen einnist...

Geköpft!

Gek öpft! Blitz und Donner reißen mich aus dem Schlaf. Ich schlage die Augen auf. Ich liege auf dem Rücken und schaue in den Himmel, wo Blitze zucken und Donner grollen. „In den Himmel?“, stutze ich. Langsam stehe ich auf und gehe ein paar Schritte. Der Schock presst mir die Luft aus den Lungen. Ich stehe auf dem   Gipfel eines hohen Berges! Ich gehe noch ein paar Schritte. Weit komme ich aber nicht: Eine ungeheure Kraft zerrt mich an meinem Handgelenk zurück. Ich knalle hart auf den Rücken. Steine bohren sich in meine Haut. Vorsichtig setze ich mich auf und hebe mein Handgelenk. Erst dann bemerke ich die schwere, kalte Eisenkette. Unter der Eisenkette blute ich stark, da sie scheuert und sehr eng sitzt. Mein Blick wandert der Kette entlang. Das Ende hält ein riesiger, tätowierter, muskulöser Mann fest, der einen Sack mit zwei Löchern für die Augen trägt. Geschockt sehe ich mich um. Das, was ich sehe, lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Hier stehen ein Pranger, eine St...

Schlafzimmer der Verdammnis

Schlafzimmer der Verdammnis Es ist Sonntagnachmittag, unser wöchentlicher Familiennachmittag. Wir sitzen gerade bei der vierten Runde UNO, als wir hören, wie etwas im Schlafzimmer meiner Eltern runterfällt. „Ich gehe schon“, sagt Mum. Sie legt die Karten auf den Tisch und geht aus dem Wohnzimmer. Ich schaue zu Mum’s Karten. Mich kribbelt es in den Fingern, die Karten in die Hand zu nehmen und zu gucken, was für Karten sie hat. Aber Dad guckt mich warnend an. Ich seufze und schaue zur Uhr. Als Mum nach zehn Minuten immer noch nicht wiedergekommen ist, steht Dad auf und meint: „Ich gehe mal gucken wo deine Mutter bleibt.“ Er legt seine Karten hin und geht. Ich kann der Versuchung nicht wiederstehen und schaue nach, was für Karten meine Eltern haben. Ich kichere. Die beiden haben schlechtere Karten als ich. Wenn ich meine Karten klug einsetze, könnte ich gewinnen. Ich lege die Karten zurück und schaue auf die Uhr. Dad ist schon seit sieben Minuten weg. Ich runzle die Stirn. Seu...